Donnerstag, 6. September 2018

Gartenreise nach Holland II – Lianne Pot und Jakobstuin

An diesem kühlen und etwas feuchten Tag war „Lianne‘s Siergrassen en Prairietuin“ in De Wilp unser Ziel. Lianne Pot stellte uns kurz ihren Garten vor und entließ uns dann, die Gräsersammlung (2500 m²) und den Präriegarten (3500 m²) eigenständig zu erkunden. Im ersten Teil konnte man gut die verschiedensten Ziergräser vergleichen. Der zweite Teil erinnerte stark an den Präriegarten im Hermannshof Weinheim, unterscheidet sich aber durch Größe und Artauswahl. Das Urteil fiel gespalten aus. Für die einen ein planloses und buntes Durcheinander, für die anderen ein wunderbarer Traum, eine lebendige Symbiose aus Wildnis und gärtnerischerem Wirken.

 


 





 











Auch beim Besuch des nächsten Gartens gingen die Meinungen ähnlich auseinander, wobei die Begeisterung deutlich überwog: Der Garten „De Coulisse“ von Jaap de Vries in Eestrum. Dessen Kernstück ist der Jakobstuin (Jakobsgarten). Geprägt und inspiriert vom Dutch Wave entstand auf einer einstmals grünen Wiese ein charaktervoller Garten mit hauptsächlich nordamerikanischen Stauden und Gräsern: eine Staudenwiese, kulissenartig umgeben von großen Bäumen. Autodidakt Jaap de Vries führte uns humorvoll durch sein Paradies.






 


Mittwoch, 5. September 2018

Gartenreise nach Holland I – Hummelo

Vom 05. bis 09. September 2017 trafen sich zahlreiche Mitglieder und Gäste der Fachgruppe Gräser der GdS zu einer Exkursion nach Groningen und Umgebung.

Etliche Teilnehmer waren nicht das erste Mal auf Gartenreise in Holland und kannten den einen oder anderen Garten bereits aus frühreren Tagen. Andere, so auch der Autor, kamen auf diese Weise zum ersten Mal mit der niederländischen Gartenkultur in Berührung. Angesichts des extrem trockenen und heißen Sommers war man gespannt auf den Zustand der Gärten und Pflanzen. Sind doch die dortigen gärtnerischen Bedingungen (maritimes Klima, nährstoffreiche Böden,...) für die meisten ganz andere als im heimischen Garten. Auch die holländischen Gärtner klagten ob der Dürre, doch offensichtlich auf anderem Niveau: Die Wiesen saftig grün, so weit das Auge reicht, die Stauden üppig.

Wir erlebten ein umfang- und abwechslungsreiches Programm mit bis zu 16 Gärten/Gärtnereien.

Einige Teilnehmer nutzten trotz manch langer Anreise die Möglichkeit, zusätzlich zum geplanten Programm den Privatgarten von Piet Oudolf in Hummelo am Vormittag zu besichtigen. Für den einen oder anderen war es das erste Mal und die letzte Möglichkeit, denn Ende Oktober schloss dieser für Besucher endgültig. Über diesen Garten des bekannten Gartengestalters ist schon so viel geschrieben und berichtet worden. Ein MUSS für jeden Liebhaber naturalistischer Stauden- und Gräserpflanzungen. Die Bilder sprechen für sich.














Samstag, 25. August 2018

Dürrezeit

Einen solch trockenen Sommer habe ich noch nicht erlebt. Die Elbe hat seit April 2017 ununterbrochen Niedrigwasser. Einem trockenen Frühjahr folgte ein noch trockener Sommer. Am schlimmsten waren 5 Wochen ohne Regen im Hochsommer mit wiederholt bis zu 37 °C im Schatten! Die Wiese ist braun. Es müssen Pflanzen gewässert werden, die in "normalen" Jahren ohne zusätzliche Wassergaben auskamen.

Dennoch kamen die meisten Pflanzen gut durch und zeigten ihre Blüten. Eine kleine Auswahl:

Im Juni sieht der Garten noch saftig grün aus. Penstemon digitalis und Knautia macedonica kommen mit wenig Wasser aus. Nur das Garten-Reitgras ist deutlich kleiner, als in anderen Jahren, blüht nicht gleichzeitig wie sonst mit dem Fingerhut-Bartfaden.

 

 








Auch den Pflanzen am Terassenhang macht die Trockenheit nichts aus. Dieser Bereich mußte nicht gewässert werden (Fotos Juni/Juli).

 









Auch die Taglilien geben eine gute Figur ab. Gelegentlich erhielten sie eine Wassergabe.

Hemerocallis 'Limited Edition' mit Pseudolysimachion

Sonntag, 15. Juli 2018

Gartenreise nach Schlesien

Anfang Juli nahmen wir an einer Exkursion der GdS, Fachgruppe Taglilien teil. Sie führte uns in das Arboretum Woislawitz (Wojsławice) bei Nimptsch (Niemcza), etwa 30 km südlich von Breslau (Wrocław). Aus der Gegend stammt übrigens meine Familie väterlicherseits her.

Die riesige Gartenanlage hat ihren Ursprung in einem Gutshof, dessen Besitzer im 19. Jahrhundert ein Arboretum anlegte. Heute gehört der Park zum Botanischen Garten Breslau und ist im Laufe der Jahre um ein Vielfaches vergrößert worden. Neben der Sammlung seltener Baumarten kann man umfangreiche Hortensien-, Rhododendren- und Staudenpflanzungen besichtigen. Nicht zuletzt ist der Park für seine (meines Wissens) größte Taglilienaufpflanzung Europas bekannt. Mehrere Alleen von Taglilienbeeten erstrecken sich sternförmig auf einen Hügel, der einen schönen Blick ins Land bietet. Dazwischen wurden Streuobstwiesen angelegt. Mehrere Teiche und ein Georetum (Gesteinssammlung) bereichern die Anlage. Man braucht zwei Tage, um den Park komplett zu besichtigen. Wir waren begeistert!







Auch das nahe Breslau ist immer eine Reise wert:

Botanischer Garten
Botanischer Garten




Gräserpflanzung
Gräserpflanzung


Rathaus

Rathaus

 
Unsere Reise führte uns weiter in eine Gärtnerei in Wünschelburg im Heuscheuergebirge (Radków) nahe der tschechischen Grenze. Der vor 2 Jahren angelegte Gräsergarten ist sehenswert: