Dienstag, 12. August 2014

Sonnenhut-August


Nach zwei Jahren Blog kann ich dennoch neue Augustbilder zeigen. Es hat sich doch einiges verändert. Und es wird auch im nächsten Jahr weitere Veränderungen geben. Die Reitgräser Calamagrostis x acutiflora ’Waldenbuch’ haben im zweiten Standjahr stattliche Größen erreicht. Im Vordergrund: Ligularia dentata (linkes Bild), Scutellaria incana (rechtes Bild). Das Bild darunter zeigt auch einen Neuzugang: das Silber-Raugras Achnatherum calamagrostis ’Algäu’, von dem ich begeistert bin. Hoffentlich samt es sich nicht massiv aus.


Die Sumpfzone des Folienteiches wurde im letzten Herbst aufgelöst. Dort wuchs alles Mögliche, bloß nicht das, was gedeihen sollte. Sie wurde durch eine Staudenpflanzung im hiesigen Boden ersetzt. Besonders erfreut bin ich über die Neuzugänge von Kerzenknöterich Bistorta amplexicaulis ’Roseum’. Vermutlich handelt es sich um diese Sorte oder eine sehr ähnliche. Denn ’Jo & Guido’s Form’, als solche ich die Pflanzen erwarb, ist es ganz offensichtlich nicht, nachdem ich einige Fotos im Internet sah.



Die kleinblütigen Montbretien am Wegesrand stehen schon länger dort. Sie stammen noch aus dem Garten meines Großvaters. Gegenüber den im Handel erhältlichen hohen und großblütigen Sorten ist die unsrige unbekannte Sorte oder Art vergleichsweise sehr frosthart. Die anderen Sorten sind schon längst dem Frost zum Opfer gefallen. Sie erhält keinerlei Winterschutz und kommt selbst nach strengen Wintern immer wieder, allerdings manchmal weniger üppig, erholt sich dann aber rasch. Diese Crocosmia werden höchstens 60 cm hoch und bilden über die Jahre durch kurze Ausläufer kleine Gruppen mit dicht stehenden Iris-ähnlichen Blättern.










Ganz reizend finde ich die blaue Kugeldistel Echinops ritro. Zwei weitere Pflanzen möchte ich im Hochstaudengarten etablieren. Ihre Sämlinge sind glücklicherweise „farbenecht“. Ich habe sie mit einer zartrosa blühenden Gelenkblume kombiniert, die die weiße Sorte Physostegia virginiana ’Summer Snow’ zeitlich abgelöst hat.











Die hochgelobte Sorte Helenium ’Rauchtopas’ folgte der H. ’Rubinzwerg’. Ja sie ist sehr schön, aber die rostroten Sorten gefallen mir besser. Letztere blüht auch noch ein wenig nach.


Der kleine Sonnehut Rudbeckia fulgida ’Goldsturm’ nimmt nun recht große Flächen ein. Er dominiert den Hochstaudengarten im August. Im Bild zusammen mit Oligoneuron album. Gelegentlich sät er sich mal aus, aber nicht annähernd so massiv wie sein großer Verwandter R. laciniata.


Nun kann ich mich noch über ein zweites Mitbringsel aus Katrins Garten freuen, welches ebenso prächtig gediehen ist wie die Verbena hastata. Mein erster hoher Phlox oder Sommer-Phlox, wie auch immer. Er zeigt sich in einem zarten Pastell-Rosa und hat bislang keinen Mehltau!


Mittwoch, 30. Juli 2014

Kunterbunt durch den Juli

... geht es im Hochstaudengarten zu. Die Taglilienblüte erreicht ihren Höhepunkt: Hemerocallis ’Berlin Multi’ in goldgelb, H. ’Invictus’ in orange, Sonnenbraut Helenium ’Rubinzwerg’, Gartenmargerite Leucanthemum x superbum, Gelenkblume Physostegia virginiana ’Summer Snow’, Kugeldistel Echinops ritro noch in Knospe und Blutweiderich Lythrum salicaria.










Der im letzten Beitrag erwähnte Kandelaber-Ehrenpreis Veronicastrum ’Fascination’  zieht den ganzen Juli über wie ein Magnet allerlei Insekten an. Hier noch mal eine Nahaufnahme mit dem Geschlitzblättrigen Sonnehut Rudbeckia laciniata im Hintergrund.


Farblich ruhiger sieht’s im Azallengarten aus. Die wunderschöne Glocken-Funkie Hosta ventricosa zeigt sich in einem kräftigen Violettblau.


Zum Vermehren, späterem Verschenken und einfach so habe ich einige niedrige Taglilien in großen Töpfen kultiviert. Problemlos und ohne Winterschutz kommen sie auch im Topf über die kalte Jahreszeit. Zahlreiche Trompeten streckt eine ohne Namen erhaltene Sorte (vermutlich Hemerocallis ’Custard Candy’) der Julisonne entgegen.


Mittwoch, 16. Juli 2014

Neue Farben im Juli



In der Nähe der Azalleenpflanzungen erstreckt sich ein recht sonniger und trockener Bereich mit sehr nährstoffarmer Erde. Dort hat sich eine Gesellschaft aus Herbst-Kopfgras (Sesleria autumnalis), Federgras (Nasella tennuissima) und dem Kopfkugel-Lauch (Allium sphaerocephalum) etabliert. Die Taglilie ’Little Joy’ ist zwar nicht ganz standortgerecht, fügt sich aber farblich sehr gut ein, finde ich.



 















Weitere Hemerocallis-Impressionen: Die ähnlichen geäugten Sorten ’Spectacular’ und ’El Desperado’ lösen sich nahezu zeitlich ab. Letztere ist ein Neuzugang. Das Foto zeigt die allererste Blüte. Auch die schon länger in unserem Garten beheimateten Sorten stehen fast alle in voller Blüte. Sehr hübsch ist die zierliche Sorte ’Corky’.




Der Hochstaudengarten zeigt sich jetzt von seiner feurigen Seite. Die von mir sehr geschätzte Sorte der Sonnenbraut Helenium ’Rubinzwerg’ blüht seit Anfang Juli. Der hellblaue Ehrenpreis Veronica spec. bzw. Pseudolysimachion spec. (Art und Sorte unbekannt) wird von den hohen Gartenmargeriten (Leucanthemum x superbum) abgelöst. Weiter hinten habe ich einige sehr hohe Stauden angesiedelt. Von denen blüht der Kandelaberehrenpreis Veronicastrum ’Fascination’ zur Zeit sehr üppig und zieht Scharen von Insekten an.

Anfang Juli
Mitte Juli






Auch die jedes Jahr sich reichlich aussamenden, anspruchslosen Langzeitblüher Rudbeckia hirta und Tanacetum parthenium sehen immer wieder hübsch aus.

Ein Insektenmagnet ist auch das Ochsenauge Telekia speciosa. Das Tagpfauenauge in ansprechender Position zu erwischen, ist wirklich ein Geduldsspiel…


Sehr erfreut bin ich auch über einen weiteren Neuzugang: die Indianernessel Monarda fistulosa ’Beauty of Cobham’. Die letzten Regenfälle bekamen ihr sehr gut. Sah sie doch die letzten Wochen eher mickrig aus. Nach sehr langer Trockenheit hatte es in der letzten Woche wiederholt richtig viel geregnet. Über die weitere Entwicklung der Indianernessel bin ich gespannt. Ansätze von Mehltau sind bereits erkennbar.










Auch das Mitbringsel aus Oberösterreich aus Katrins Garten ist gut angewachsen und zeigt seine blau-violetten Blütenkerzen: das Lanzen-Eisenkraut Verbena hastata. Mal sehen, wie es mit unseren Standortverhältnissen zurechtkommt und ob und wie stark es sich aussamt.

Sonntag, 6. Juli 2014

Rund ums Haus Ende Juni



Unser Garten ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Nur in unmittelbarer Hausnähe finden sich eher klassische Pflanzungen mit robusten Rosensorten. Dagegen sind die großflächigeren Gartenteile eher rosenfrei. 

Der Eingangsbereich ist eingefasst mit einigen verschiedenen Kleinstrauchrosen in creme, rot und rosa. Dazwischen wachsen Salvia nemorosa ’Caradonna’ und das Johanniskraut Hypericum androsaemum. An der Hausecke lädt die bekannte Rosa ’Westerland’ dazu ein, die Nase tief in ihre intensiv duftenden, orange bis lachsfarbenen Blüten zu stecken.










Am Terrassenhang wird das Knallbunt der Polsterstauden (vom Mai) von einigen Kleinstrauchrosen, Steppen-Salbei und Lavendel abgelöst. Dazwischen wächst überall das vagabundierende Mutterkraut (Tanacetum parthenium). Weiter oben lugt ein Fingerhut durch die Rose ’Mozart’, die sich bis in den Winter hinein mit kleinen Hagebutten schmückt.










Im hinteren Azalleenbereich blühen jetzt allerlei Zwerg-Funkien zum ersten Mal richtig üppig.

Am Hintereingang hatte ich Ende vorigen Jahres einen sehr großen Hosta-Bestand aufgelöst und durch eine gemischte Hemerocallis-Pflanzung ersetzt. Zwei Neuerwerbungen und einige geteilte bzw getopfte Exemplare bekamen nun einen neuen Standort. Dazwischen gedeihen Margeriten, Herbst-Margeriten, Herbst-Chrysanthemen und eine letzte Funkie, die Hosta ventricosa. Noch ist das Ganze nicht sonderlich fotogen. Ein Ausschnit mit der ’Crimson Pirate’ soll reichen.


Mittwoch, 11. Juni 2014

Heiße Tage – kühle Farben


... so zeigt sich unser Garten Anfang Juni 2014. Alles gedeiht prächtig. Doch bei 35 °C muß ich der einen oder anderen neu gepflanzten Staude mit der Gießkanne etwas helfen, damit sie anwächst. Auch die Ligularien müssen unterstützt werden, sonst schlappen sie.

 

Die warmen Farben fehlen jetzt im Juni fast völlig. Das fällt in diesem Jahr besonders deutlich auf. Die Farbe Gelb zeigt nur eine zeitige Tagliliensorte und der Goldlauch, der aber zwischen den hohen Stauden kaum noch zu sehen ist. Selbst wenn man ihn loswerden will – er ist nicht totzukriegen.


Die Azalleen sind nun sämtlich verblüht. In diese Gartenbereiche bringt jetzt der Fingerhut Farbe. Er fügt sich gut in diese „Waldsituation“ ein. Auch der Steingarten am Terrassenhang hat seine grellen Farben verloren. Bald wird er von Sedum-Arten, den Kleinstrauchrosen und dem Lavendel dominiert.





Sehr gut entwickelt hat sich auch die Rambler-Rose ʼLykkefundʼ. Ein leichter Duft umgibt die ganze Pflanze. Eine Wonne!











Ganz erfreut bin ich über die Entwicklung im Hochstaudengarten. Die Horste des Garten-Reitgrases (Calamagrostis x acutiflora ʼWaldenbuchʼ) wirken jetzt im dritten Standjahr endlich so, wie ich mir das vorgestellt habe. Daneben haben sich die Tuffs des Fingerhut-Bartfadens (Penstemon digitalis var. laevigatus) kräftig entfaltet. Sämtliche Pflanzen sind über viele Jahre aus Samen entstanden. Dieser Bartfaden entzückt mich jedes Jahr auf’s Neue. Er scheint wie geschaffen für unseren Boden. Ebenso zahlreich und leicht versamend kommt die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia) daher.











Lediglich ein einiziger Rittersporn lunschte jedes Jahr aus dem Staudenmeer mit seinen leuchtend dunkelblauen Blüten heraus, ohne sich zu vergrößern oder zu versamen. Im April hat er einen Kameraden aus Jochens Garten bekommen. Der Sämling zeigt jetzt seine blaß-hellblauen Blüten mit dunklem Zentrum. Der gefällt mir ausgezeichnet. Danke Jochen! Bisher konnte ich mich nicht für Rittersporn begeistern. Ist doch Delphinium nach der Blüte für den Rest der Saison eher unansehnlich.











 









Die gefüllten Pfingstrosen mit ihren überladenden Trieben habe ich etwas reduziert. Dadurch kommt jetzt die herrliche Sorte ʼKrinkled Whiteʼ gut zur Geltung.

DER Blickfang im Teich ist zur Zeit das aussamende Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium). Am Teichrand warten neben dem langsam verblühenden Geranium x magnificum etliche Taglilien auf ihren großen Auftritt…