Einmal mehr zeigt
sich für dieses Jahr der Garten in prächtigen Farben. Ein letztes Glühen vor
dem Vergehen. Die Herbstfärbung der
Gehölze ist dieses Jahr nicht so schön wie andere Jahre. Dennoch gibt es
zuverlässige Färber wie die Jungfernreben (Parthenocissus),
Aronia oder auch die Pontische
Azallee Rhododendron luteum. Auf dem
Bild im Hintergrund rechts mit anderen Rhododendron-Hybriden. Auch die Funkien zeigen sich in dottergelber Farbe.
Die Geranium-Insel auf der frisch gemähten Wiese zeigt den Standort der in diesem Sommer gefällten Koreanischen Tanne Abies koreana. Sie färbte sich plötzlich braun und warf alle Nadeln ab. Ein eigner Sämling des Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauchs habe ich gleich in die Insel gepflanzt. Vielleicht kann ich ihn baumförmig Krone erziehen. Im Kurpark von Bad Salzungen sah ich zwei Exemplare mit 5 bis 6 m Höhe! Seine endgültige Größe ist in unserem Klima noch unbekannt, da er noch nicht so lange kultiviert wird.
Die Schwarze Maulbeere
(Morus nigra) hat dieses Jahr
reichlich Früchte zum Naschen getragen. Zum Verarbeiten sind sie nicht
geeignet, da die Früchte über Wochen einzeln reifen und dann sofort in der Hand
zerplatzen. Ausbleibender Frühfrost läßt deren Blätter schön gelb werden.
Ansonsten würden sie sofort absterben und abfallen.

Im Vordergrund geben
die Astern dem Staudengarten ein letztes Mal reichlich Farbe. Aster pringlei ‘Pink Star‘ in lilarosa und Aster turbinellus (ein Mitbringsel aus
Jochen Wegners Garten) in hellblau schließen die Blütensaison ab.


Aster lateriflorus zieht unwiderstehlich zahlreiche Insekten an und
gibt ihnen Nahrung vor dem Winter. Im Hochstaudengarten werden die Astern noch von einer Aronia und den Sonnenblumen Helianthus ‘Lemon Queen‘ eingerahmt.

Über mehrere Wochen
zeigt der von mir sehr geschätzte Fingerhut-Bartfaden Penstemon digitalis var. laevigatus
seine rote Herbstfärbung. Eine anspruchslose Staude, die das ganze Jahr über
ansehnlich ist.

Ornamental geben sich
die Blätter des Sibirischen Storchschnabels Geranium
wlassovianum im Herbst.

Jetzt bin ich wieder ausgiebig zu Fuß in der Natur unterwegs. Hier ein paar
Eindrücke aus dem einsamen Lausitzer Gebirge in Nordböhmen. Fantastische
Fernsicht vom Kaltenberg (Studenec,
736 m) nach Südosten über Blockfelder zum regelmäßigen Kegel des Kleis (Klíč, 760 m) und bis zum Jeschken (Ještěd, 1012 m) bei Reichenberg (Liberec). Beeindruckend sind die
bis zu 30 m hohen Basaltsäulen in einem aufgelassenen Steinbruch am
benachbarten Goldberg (Zlatý vrch,
657 m).
