Das Gartenjahr neigt sich dem Ende. Leider bin ich im
Oktober kaum zum Fotografieren gekommen. Zudem sah manches um diese Zeit in den
letzten Jahren deutlich besser aus. Der teils heftige Regen ließ sämtliche
Astern, die in diesem Jahr recht hoch geschossen waren, auseinanderfallen.
Aster turbinellus
(links), A. pringlei ‘Pink Star’
(vorn), A. cordifolius ‘Little
Carlow’ (Mitte), Solidago rugosa
‘Fireworks’ (dahinter). In roter Herbstfärbung: Cornus alba im
Hintergrund.
An dieser Stelle möchte ich einige Fotos aus dem neuen
Nordamerika des Forstbotanischen Gartens Tharandt zeigen. Über den ganzen Monat
färben die einzelnen Laubbaumarten. Den Anfang machen der auffallend leuchtende
Zucker-Ahorn (Acer saccharum) und diverse Hartriegel und
Birken. Viel später zeigen sich zahllose Eichenarten in Rottönen, Tulpenbäume in
kräftigem Gelb und Amberbäume in auffälligem Farbspiel.
Neues Nordamerika 04.10.2015 |
![]() |
Neues Nordamerika 16.10.2016 |
![]() |
Pinus pungens |
![]() |
Neues Nordamerika 16.10.2016 |
Das neue Nordamerika (“ForstPark”; Bäume angepflanzt seit
2003) ist noch recht offen, die Bäume je nach Art nur wenige Meter hoch, also
alles in greifbarer Höhe und lichtdurchflutet. Der Standort ist eine leicht unebene
Kuppe mit kräftiger Lößauflage. Entsprechend gemästet sehen die Koniferen aus.
Anderen anspruchsvollen Gehölzen bekommt der Standort sehr gut.
Ganz anders ist das Erscheinungsbild des alten Gartens: waldartig,
teils parkartig, sehr bergig, saure, teils felsige Böden, trockene Südhänge,
dunkle Nordhänge. 1811 erfolgten erste Pflanzungen und später mehrere
Erweiterungen. Einige Bäume stammen wohl noch aus dieser Zeit. Will man den ganzen
Garten als pflanzenkundig Interessierter sehen, braucht man den ganzen Tag. Es
gibt systematische und geografische Abteilungen. Hier ein Foto aus Ostasien mit
den bunten Fächer-Ahornen (Acer palmatum):
Ostasien-Quartier, 31.10.2016 |
Im Herbst wird wieder viel gewandert. Mit lohnenden Zielen
sind wir in der Dresdner Umgebung ja reichlich gesegnet. Immer wieder gern
zieht es uns ins ruhige und recht ursprüngliche Böhmen:
![]() |
Blick vom Schaunstein zu den Zschirnsteinen |
Blick vom Hutberg (Pastevní vrch) bei Rosendorf (Růžová) nach Nordwesten in die Sächsische Schweiz (mit
Hochland-Rind) und in die
entegengesetzte Richtung nach
Südosten zum markanten Vulkankegel des Rosenbergs (Růžovský vrch):

Das nahe Kamnitzleiten (Kamenická
Stráň) besteht nur aus wenigen gut
erhaltenen und gepflegten Umgebindehäusern. Die meisten, wenn nicht sogar alle
Häuser, sind nicht mehr dauerhaft bewohnt. Hier scheint die Zeit seit
Jahrhunderten stehengeblieben zu sein:

![]() |
hinten: Acer palmatum |
![]() |
Kamnitz (Kamenice) |
Kirnitzschklamm in der Kernzone des Nationalparks: Hier bildet die Kirnitzsch (Křinice)
über einige Kilometer die Grenze zwischen Sachsen und Böhmen.