Seit etlichen Jahren kultiviere
ich erfolgreich und begeistert den Fingerhut-Bartfaden Penstemon
digitalis im Garten
und vermehre ihn durch Samen bzw er sich selbst. Seit zwei Jahren
probiere ich weitere Penstemon-Arten
in unserem Garten aus, um zu sehen wie sie mit unserem Boden und Klima zurecht kommen. Erwähnen möchte ich nur zwei Arten: P.
ovatus,
der mich mit einer herrlichen azurblauen Blüte überraschte und P.
grandiflorus scheint
nicht sonderlich wüchsig zu sein, kam aber gut durch den Winter und
erfreute mich mich mit seinen großen Blüten. Wie sich die einzelnen
Arten weiterentwickeln und Barfrost überstehen werden, bleibt
abzuwarten. Auch Echinacea
tennesseense
ist ein Neuzugang. Er
ist trockenheitsverträglicher und in allen Teilen zierlicher als sein Verwandter E.
purpurea, scheint aber
auch weniger wüchsig zu sein.
 |
Penstemon digitalis im April
|
 |
Penstemon grandiflorus |
 |
Penstemon grandiflorus |
 |
Echinacea tennesseense |
Von den mittlerweile 29
Tagliliensorten in unserem Garten möchte ich hier nur die Sorte mit
dem leuchtendesten Rot vorstellen: Hemerocallis
ʼRotes
Rathaus‘. Auch die hellgelben Sorten mit dunklem Auge sprechen den
Betrachter sehr an, wie hier ʼEl
Desperado‘.
 |
Hemerocallis
ʼEl Desperado‘
|
 |
Hemerocallis
ʼEl Desperado‘
|
 |
Hemerocallis
ʼRotes
Rathaus‘
|
 |
Hemerocallis
ʼWyalla‘
|
Anfang November letzten Jahres
haben wir unseren Terrassenhang
umgestaltet. Zahlreiche mittelgroße (noch tragbare), unbehauene
Granitsteine von den Feldern der Umgebung (Westlausitz) wurden eingebracht und
mit neuen, trockenheitsliebenden Stauden
und Gräsern (Stipa
tenuissima,
Sesleria
nitida,
Koeleria
glauca)
bepflanzt. Kriechende Sedum-Arten
waren flächendeckend vorhanden und wuchsen rasch wieder durch, vor
allem Sedum
floriferum.
Weitere Arten: Allium
sphaerocephalon,
Phlox
subulata,
Alysium
saxatile,
Helichrysum
thianshanicum,
Rosa
ʼMozart‘,
Erica
carnea, Lavendula angustifolia
um nur einige zu nennen.
 |
Sonnig-trockener Terrassenhang |
Unser
Garten ist zu klein, um mehreren Bäumen Platz zu bieten. Deshalb
habe ich mich sehr mit den Sumachen angefreundet. Rhus
potaninii
ist eine Art der Chinesischen Lack-Sumache. Er wächst deutlich
stärker als sein nordamerikanischer Verwandter Rhus
typhina,
der Hirschkolben-Sumach, auch Essigbaum genannt. Dafür bildet er
kaum Wurzelsprosse, bildet eine höhere und lockere Krone. Die
unscheinbaren Blüten locken im Juli allerei Insekten an. Eine weiße
Spinne (Art?) lauert dort auf Beute. Die Samen stehen in lockeren
Büscheln, die kaum auffallen. Das Herbstlaub ist leuchtend rot bis
braunrot. Meinen Baum habe ich aus Samen gezogen.
 |
Rhus potaninii, Blüte mit Spinne |