Und immer noch kein Sommerloch in
Sicht: Fünf Jahre nach der
grundlegenden Neugestaltung des Hochstaudengartens im hinteren
Gartenbereich dominieren im August viele Vertreter der Korbblütler
(Asteraceae) aus
Nordamerika. Die Zeit des „Rumprobierens“ ist weitgehend vorbei.
Was sich in unserem subkontinentalen Klima auf dem sommertrockenen
Granodiorit-Boden bewährt hat, habe ich weitervermehrt. Andere
Arten, die mit den hiesigen Bedingungen schlecht zurechtkamen, habe
ich wieder entfernt: Etliche Präriegräser aus Nordamerika, die bei
uns sehr spät austreiben und in den meisten Jahren zu spät oder gar
nicht mehr richtig zur Blüte kamen. Andere Pflanzen machte die
Sommertrockenheit arg zu schaffen, waren nicht frohwüchig oder
gingen gar von selbst ein: z. B. hohe Phlox-Arten,
Indianernessel (Monarda).
Den Phlox habe ich wohl nicht
vollständig erwischt. Er hat plötzlich wieder ausgetrieben und steht
in diesem Jahr ganz gut da, weil es in den Sommermonaten nicht zu
trocken war. Nach einem sehr trockenen Mai tat es immer wieder mal
regnen. Jedoch nie so viel, daß auch in den Flüssen merkliche
Mengen ankamen. Die Elbe hat seit April ununterbrochen Niedrigwasser.
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Ende Juli |
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Mitte August |
Rote und gelbe Sonnenhüte
(Echinacea purpurea
und Rudbeckia fulgida
ʼGoldsturm‘)
dominieren das Bild
und umspielen die Horste des Garten-Reitgrases (Calamagrostis
x acutiflora
ʼWaldenbuch‘).
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Mitte August |
Mitte September |
Vorne
rechts: Der geschlitztblättrige Sonnenhut
(Rudbeckia
laciniata)
ist ein invasiver Neophyt und an einigen Flüssen der Umgebung
großflächig anzutreffen (z. B. Pulsnitz, Große Röder, Polenz).
Das Berg-Reitgras (Calamagrostis
varia)
dahinter ist ein Neuzugang und macht bereits im ersten Jahr eine gute
Figur neben der Sonnenbraut Helenium
ʼIndianersommer‘.
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Helenium
ʼRubinzwerg‘
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Helenium
ʼRauchtopas‘
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Helenium
ʼRauchtopas‘
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Das
Gleiche trifft auf die Sonnenbraut Helenium
ʼRubinzwerg‘ zu, die doch größer wird, als gedacht und die ich
deshalb noch einmal umsetzen werde. Helenium
ʼRauchtopas‘ wird deutlich höher, steht aber wie eine Eins und im Hintergrund.
In
den zwei Azaleenpflanzungen dominiert jetzt die Farbe grün. Funkien
(Hosta),
Purpurglöckchen (Heuchera
villosa
var. macrorrhiza),
Zerg-Waldspiere (Astilbe
chinensis
var. pumila)
und
Farne (Polystichum
setiferum
in Sorten) setzen nun Akzente dazwischen und davor.
Auf
der Wiese hat sich ein Zufallssämling (den ich dorthin gepflanzt
habe) eines älteren Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauchs (Heptacodium
miconiodes)
prächtig entwickelt. Er kann sich dort zu voller Größe entfalten.
Er blüht bereits des ganzen September.