Sonntag, 19. Oktober 2014

Weinmond I – Endlich Herbst!


Das Gartenjahr erfährt im Oktober noch einen fulminanten Höhepunkt. Für mich eine der schönsten Zeiten. In herrlichen Farben leuchtet der Garten. Unermüdlich blühen bei mir die Kerzenknöteriche in drei Sorten. Mit einer unbekannten roten Sorte von Bistorta amplexicaulis fing es vor zwei Jahren an. Nun gesellen sich noch die dunkelrote Sorte ‘Black Field’ und die rosa Sorte ‘Roseum’ dazu.

'Black Field'
'Roseum'











 







Vom Kopfkugel-Lauch ist an dieser Stelle im Herbst nicht mehr viel zu sehen. Dagegen gibt das Herbst-Kopfgras eine unverändert gute Figur ab. Nur die kleine Aster ‘Tonga’ wirkt wie ein Fremdkörper. Entweder bekommt sie nächstes Jahr passende Gesellschaft oder wird umziehen.










Weiter hinten hat der Staudengarten sein Antlitz gewechselt. Die Astern haben die Sonnenhüte abgelöst. Als letztes Gehölz zwischen den Stauden wird die Felsenbirne bald verschwinden. Neu dazugekommen ist die Schafgarbe Achillea filipendula ‘Credo’ in einem sehr schönen Cremegelb.










Ein weiterer Neuzugang ist die Rutenhirse Panicum virgatum ‘Dallas Blues’. Sie hat natürlich im ersten Standjahr noch nicht ihre volle Höhe und Schönheit erreicht, fängt aber schon fleißig Tautröpfchen ein. Daneben zeigt Helenium ‘Rubinzwerg’ immer noch einige Blüten.



 






Letztes Bild: Bunte Herbstgemeinschaft aus Fingerhut-Bartfaden Penstemon digitalis var. laevigatus (rot), Goldrute Solidado rugosa ‘Fireworks’ (goldgelb), Sonnenblume Helianthus ‘Lemon Queen’ (hellgelb), Aster ‘Fuldatal’ (dunkelviolett), Aster ‘Karminkuppel’ (karmin-violett), Aster pringlei ‘Pink Star’ (lilarosa), dazwischen Silber-Raugras Achnatherum calamagrostis ‘Algäu’.


Sonntag, 21. September 2014

Herbstmond – Spätsommer im Garten


Was für ein Herbstbeginn! Strahlend sonnig zeigt sich der September von seiner besten Seite und bringt unseren Garten zum Leuchten. Im Laufe der Jahre sind die Azalleenpflanzungen im vorderen und mittleren Gartenteil mit allerlei Stauden aufgelockert und eingerahmt worden. Die rosa Herbst-Anemonen (vermutlich Anemone x japonica ‘Splendens‘) haben ansehnliche Bestände gebildet. Die weiße Sorte ‘Honorine Jobert‘ blüht bei mir erst das zweite Jahr.










Am Weg zum Hauseingang leisten den erwähnten Herbst-Anemonen weitere Herbstblüher Gesellschaft: die Wald-Aster (Aster divaricatus) in weiß, das grüne Purpurglöckchen (Heuchera villosa var. macrorrhiza), die Rispen-Hortensie (Hydrangea paniculata ‘Pinky Winky‘) und die Magellan-Fuchsie (Fuchsia magellanica var. gracilis). Letztere ist bei uns ausreichend frosthart, friert jedoch jeden Winter bis zum Erdboden zurück und treibt danach recht spät wieder von unten durch.










Der Hochstaudengarten im hinteren Gartenteil strahlt in bunten Herbstfarben. Vor allem Vertreter der Familie Korbblütler leuchten im Spätsommer in der Sonne um die Wette: Roter (Echinacea purpurea) und Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida var. sullivantii ‘Goldsturm‘) und die Sonnenbraut (Helenium ‘Rubinzwerg‘). Die ersten Astern bringen nun blauviolette Farbtöne dazwischen, die sich dann im Oktober durchsetzen werden. Von vorn nach hinten: Goldrute (Solidago rugosa ‘Fireworks‘), Fingerhut-Bartfaden (Penstemon digitalis var. laevigatus) in roter Herbstfärbung, Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) und Aster ‘Fuldatal‘ in einem dunklen Violett vor dem Reitgras (Calamagrotis x acutiflora ‘Waldenbuch‘).










In der rückseitigen Blütenstrauchhecke zieht der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides) als einer der letzten allerlei Insekten wie ein Magnet an. Im Hintergrund strahlt auf hohen Stielen die Stauden-Sonnenblume Helianthus x microcephalus ‘Lemon Queen‘.



Dienstag, 12. August 2014

Sonnenhut-August


Nach zwei Jahren Blog kann ich dennoch neue Augustbilder zeigen. Es hat sich doch einiges verändert. Und es wird auch im nächsten Jahr weitere Veränderungen geben. Die Reitgräser Calamagrostis x acutiflora ’Waldenbuch’ haben im zweiten Standjahr stattliche Größen erreicht. Im Vordergrund: Ligularia dentata (linkes Bild), Scutellaria incana (rechtes Bild). Das Bild darunter zeigt auch einen Neuzugang: das Silber-Raugras Achnatherum calamagrostis ’Algäu’, von dem ich begeistert bin. Hoffentlich samt es sich nicht massiv aus.


Die Sumpfzone des Folienteiches wurde im letzten Herbst aufgelöst. Dort wuchs alles Mögliche, bloß nicht das, was gedeihen sollte. Sie wurde durch eine Staudenpflanzung im hiesigen Boden ersetzt. Besonders erfreut bin ich über die Neuzugänge von Kerzenknöterich Bistorta amplexicaulis ’Roseum’. Vermutlich handelt es sich um diese Sorte oder eine sehr ähnliche. Denn ’Jo & Guido’s Form’, als solche ich die Pflanzen erwarb, ist es ganz offensichtlich nicht, nachdem ich einige Fotos im Internet sah.



Die kleinblütigen Montbretien am Wegesrand stehen schon länger dort. Sie stammen noch aus dem Garten meines Großvaters. Gegenüber den im Handel erhältlichen hohen und großblütigen Sorten ist die unsrige unbekannte Sorte oder Art vergleichsweise sehr frosthart. Die anderen Sorten sind schon längst dem Frost zum Opfer gefallen. Sie erhält keinerlei Winterschutz und kommt selbst nach strengen Wintern immer wieder, allerdings manchmal weniger üppig, erholt sich dann aber rasch. Diese Crocosmia werden höchstens 60 cm hoch und bilden über die Jahre durch kurze Ausläufer kleine Gruppen mit dicht stehenden Iris-ähnlichen Blättern.










Ganz reizend finde ich die blaue Kugeldistel Echinops ritro. Zwei weitere Pflanzen möchte ich im Hochstaudengarten etablieren. Ihre Sämlinge sind glücklicherweise „farbenecht“. Ich habe sie mit einer zartrosa blühenden Gelenkblume kombiniert, die die weiße Sorte Physostegia virginiana ’Summer Snow’ zeitlich abgelöst hat.











Die hochgelobte Sorte Helenium ’Rauchtopas’ folgte der H. ’Rubinzwerg’. Ja sie ist sehr schön, aber die rostroten Sorten gefallen mir besser. Letztere blüht auch noch ein wenig nach.


Der kleine Sonnehut Rudbeckia fulgida ’Goldsturm’ nimmt nun recht große Flächen ein. Er dominiert den Hochstaudengarten im August. Im Bild zusammen mit Oligoneuron album. Gelegentlich sät er sich mal aus, aber nicht annähernd so massiv wie sein großer Verwandter R. laciniata.


Nun kann ich mich noch über ein zweites Mitbringsel aus Katrins Garten freuen, welches ebenso prächtig gediehen ist wie die Verbena hastata. Mein erster hoher Phlox oder Sommer-Phlox, wie auch immer. Er zeigt sich in einem zarten Pastell-Rosa und hat bislang keinen Mehltau!


Mittwoch, 30. Juli 2014

Kunterbunt durch den Juli

... geht es im Hochstaudengarten zu. Die Taglilienblüte erreicht ihren Höhepunkt: Hemerocallis ’Berlin Multi’ in goldgelb, H. ’Invictus’ in orange, Sonnenbraut Helenium ’Rubinzwerg’, Gartenmargerite Leucanthemum x superbum, Gelenkblume Physostegia virginiana ’Summer Snow’, Kugeldistel Echinops ritro noch in Knospe und Blutweiderich Lythrum salicaria.










Der im letzten Beitrag erwähnte Kandelaber-Ehrenpreis Veronicastrum ’Fascination’  zieht den ganzen Juli über wie ein Magnet allerlei Insekten an. Hier noch mal eine Nahaufnahme mit dem Geschlitzblättrigen Sonnehut Rudbeckia laciniata im Hintergrund.


Farblich ruhiger sieht’s im Azallengarten aus. Die wunderschöne Glocken-Funkie Hosta ventricosa zeigt sich in einem kräftigen Violettblau.


Zum Vermehren, späterem Verschenken und einfach so habe ich einige niedrige Taglilien in großen Töpfen kultiviert. Problemlos und ohne Winterschutz kommen sie auch im Topf über die kalte Jahreszeit. Zahlreiche Trompeten streckt eine ohne Namen erhaltene Sorte (vermutlich Hemerocallis ’Custard Candy’) der Julisonne entgegen.


Mittwoch, 16. Juli 2014

Neue Farben im Juli



In der Nähe der Azalleenpflanzungen erstreckt sich ein recht sonniger und trockener Bereich mit sehr nährstoffarmer Erde. Dort hat sich eine Gesellschaft aus Herbst-Kopfgras (Sesleria autumnalis), Federgras (Nasella tennuissima) und dem Kopfkugel-Lauch (Allium sphaerocephalum) etabliert. Die Taglilie ’Little Joy’ ist zwar nicht ganz standortgerecht, fügt sich aber farblich sehr gut ein, finde ich.



 















Weitere Hemerocallis-Impressionen: Die ähnlichen geäugten Sorten ’Spectacular’ und ’El Desperado’ lösen sich nahezu zeitlich ab. Letztere ist ein Neuzugang. Das Foto zeigt die allererste Blüte. Auch die schon länger in unserem Garten beheimateten Sorten stehen fast alle in voller Blüte. Sehr hübsch ist die zierliche Sorte ’Corky’.




Der Hochstaudengarten zeigt sich jetzt von seiner feurigen Seite. Die von mir sehr geschätzte Sorte der Sonnenbraut Helenium ’Rubinzwerg’ blüht seit Anfang Juli. Der hellblaue Ehrenpreis Veronica spec. bzw. Pseudolysimachion spec. (Art und Sorte unbekannt) wird von den hohen Gartenmargeriten (Leucanthemum x superbum) abgelöst. Weiter hinten habe ich einige sehr hohe Stauden angesiedelt. Von denen blüht der Kandelaberehrenpreis Veronicastrum ’Fascination’ zur Zeit sehr üppig und zieht Scharen von Insekten an.

Anfang Juli
Mitte Juli






Auch die jedes Jahr sich reichlich aussamenden, anspruchslosen Langzeitblüher Rudbeckia hirta und Tanacetum parthenium sehen immer wieder hübsch aus.

Ein Insektenmagnet ist auch das Ochsenauge Telekia speciosa. Das Tagpfauenauge in ansprechender Position zu erwischen, ist wirklich ein Geduldsspiel…


Sehr erfreut bin ich auch über einen weiteren Neuzugang: die Indianernessel Monarda fistulosa ’Beauty of Cobham’. Die letzten Regenfälle bekamen ihr sehr gut. Sah sie doch die letzten Wochen eher mickrig aus. Nach sehr langer Trockenheit hatte es in der letzten Woche wiederholt richtig viel geregnet. Über die weitere Entwicklung der Indianernessel bin ich gespannt. Ansätze von Mehltau sind bereits erkennbar.










Auch das Mitbringsel aus Oberösterreich aus Katrins Garten ist gut angewachsen und zeigt seine blau-violetten Blütenkerzen: das Lanzen-Eisenkraut Verbena hastata. Mal sehen, wie es mit unseren Standortverhältnissen zurechtkommt und ob und wie stark es sich aussamt.

Sonntag, 6. Juli 2014

Rund ums Haus Ende Juni



Unser Garten ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Nur in unmittelbarer Hausnähe finden sich eher klassische Pflanzungen mit robusten Rosensorten. Dagegen sind die großflächigeren Gartenteile eher rosenfrei. 

Der Eingangsbereich ist eingefasst mit einigen verschiedenen Kleinstrauchrosen in creme, rot und rosa. Dazwischen wachsen Salvia nemorosa ’Caradonna’ und das Johanniskraut Hypericum androsaemum. An der Hausecke lädt die bekannte Rosa ’Westerland’ dazu ein, die Nase tief in ihre intensiv duftenden, orange bis lachsfarbenen Blüten zu stecken.










Am Terrassenhang wird das Knallbunt der Polsterstauden (vom Mai) von einigen Kleinstrauchrosen, Steppen-Salbei und Lavendel abgelöst. Dazwischen wächst überall das vagabundierende Mutterkraut (Tanacetum parthenium). Weiter oben lugt ein Fingerhut durch die Rose ’Mozart’, die sich bis in den Winter hinein mit kleinen Hagebutten schmückt.










Im hinteren Azalleenbereich blühen jetzt allerlei Zwerg-Funkien zum ersten Mal richtig üppig.

Am Hintereingang hatte ich Ende vorigen Jahres einen sehr großen Hosta-Bestand aufgelöst und durch eine gemischte Hemerocallis-Pflanzung ersetzt. Zwei Neuerwerbungen und einige geteilte bzw getopfte Exemplare bekamen nun einen neuen Standort. Dazwischen gedeihen Margeriten, Herbst-Margeriten, Herbst-Chrysanthemen und eine letzte Funkie, die Hosta ventricosa. Noch ist das Ganze nicht sonderlich fotogen. Ein Ausschnit mit der ’Crimson Pirate’ soll reichen.