Sonntag, 28. Juni 2015

Brachmond – Es bleibt trocken


Die Vorzüge der Gattung Storchschnabel weiß ich immer mehr zu schätzen. Waren es doch für mich bislang mehr Begleitpflanzen als Hauptakteure. Geranium x magnificum gehört schon viele Jahre zum Bestand unseres Gartens. Ende Mai bis Anfang Juni blüht es neben der Hemerocallis ‘Earlianna’ und der Iris sibirica. Zauberhaft bringen die Strahlen der Abendsonne die Blüten zum Leuchten und die fedrigen Samenstände des Wollgrases kontrastieren gut mit dem kräftigen Violett-Blau.












Während im Hintergrund sich die letzten Azalleen mit farbenfrohen Blüten schmücken, setzt ein unbekannter Lauch mit seinen kleinen Blütenkugeln Akzente. Dieser ziert noch deutlich länger mit breitem, sattgrünem Laub und später mit den trockenen Samenkugeln den sommerlichen Garten, als die hohen Zierlaucharten. Erst Ende Juli beginnt sein Laub einzutrocknen. Drei Wochen später bildet die Azalleenpflanzung im mittleren Gartenbereich einen ruhigen Hintergund für allerlei Funkien, Farne, verschiedene Kleinstauden und einen jährlich auf den Stock gesetzten rotlaubigen Perückenstrauch Cotinus coggygria ‘Royal Purple’. Dazwischen machen sich Walderdbeeren breit, die den ganzen Sommer was zum Naschen bieten.












Nachdem das Mai-Farbenfeuerwerk der Polsterstauden am Terrassenhang abgeklungen ist, geben ihm nun einige Kleinstauchrosen, Lavendel und diverse kriechende Sedum-Arten Farbe. Insbesondere die Rosa ‘Mozart’ überzeugt mit ihrem üppigen Flor bis zum Frost. Zudem schmückt sie sich im Herbst bis Winter mit vielen kleinen Hagebutten. Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, wird feststellen, daß wir die große grüne Kugel einer Sichteltanne (Crytomeria japonica ‘Globosa Nana’) entfernt haben. Sie war zwar sehr ansehnlich, doch nach etwa 20 Jahren einfach zu groß geworden. Die Fotos zeigen eine weitere Veränderung: Der letzte Obstbaum des Gartens ist tot. Er faulte schon seit Jahren. Ein Ast mit vielen Pflaumen brach bei einem Gewitterguß im vorigen Jahr ab, ein weiterer ging beim Ernten zu Bruch. Den Rest besorgte sie Säge. Nun kann sich eine Clematis viticella ‘Venosa Violacea’ an dem Torso emporwinden. Ein Ersatzbaum ist nötig und vorgesehen. Ich werde wahrscheinlich einen Wald-Sumach (Rhus sylvestris) aus eigener Anzucht dorthin setzen. Noch ist er nicht groß genug. Der im Foto erkennbare Sumach-Sämling entpuppte sich als Scharlach-Sumach (Rhus glabra), der leider nicht die erforderliche Größe erreichen wird. Da hatte ich wohl die Samen vertauscht…












Sehr glücklich bin ich über die Ramblerrose ‘Lykkefund’. Sie beeindruckt mit einem immer üppigeren, duftenden Flor von Mitte Juni bis Mitte Juli – und hat so gut wie keine Stacheln!












Ebenso erfreut bin über die Entwicklung im Hochstaudengarten. Die Fotos ähneln sich natürlich mit denen vom vorigen Jahr. Doch zeigen sie, daß der Fingerhut-Bartfaden dieses Jahr nur 2/3 so hoch wurde wie 2014. Grund ist der viel zu trockene Mai. Penstmon digitalis wirkt in Massen richtig schön (allesamt selber aus Samen gezogen) und gibt zusammen mit dem Garten-Reitgras Calamagrotis x acutiflora ‘Waldenbuch’ eine ansprechende Kombination ab. Richtig farbig bis bunt wird es dann auf dieser Fläche in den Folgemonaten.



Ganz hübsch anzusehen ist auch die wilde Ecke neben dem Kompost. Sie sieht jedes Jahr ein bissl anders aus.


Sonntag, 24. Mai 2015

Rhododendronmarkt Nake


Ein „Geheimtipp“ unter Liebhabern ist dieser Garten in Fördergersdorf bei Tharandt. Familie Nake bietet etliche Sorten, Raritäten und Wildarten der Gattung Rhododendron zum Verkauf an. Zudem kann man auf einem Rundweg den naturnah gestalteten Rhododendrongarten besichtigen.














Die Anlage beherbergt auch einige andere dazu passende Gehölzraritäten. Jetzt zu bewundern: ein Schneeglöckchenbaum (Halesia carolina). Ein sehr altes Exemplar befindet sich übrigens unweit im Forstbotanischen Garten Tharandt.


In der Dresdner Umgebung bis hin zur Lausitz gibt es einige lohende Ziele für den rhododendron-begeisterten Gartenfreund wie die Rhododendrongärtnerei Seidel oder das Arboretum Fritsche in Böhmen (Beiträge von 2014). Hier noch ein paar Eindrücke vom  Rhododendronpark Wachwitz an der Königlichen Villa.

Im Park
Ehemaliges Preßhaus



Blick vom Königlichen Weinberg

Samstag, 23. Mai 2015

Rhododendron-Fieber


Alljährlich begeistern diese Vertreter aus der Familie der Heidekrautgewächse viele Menschen. Glücklich kann sich schätzen, wer diesen Gehölzen den entsprechenden Standort bieten kann. Unser Vorgarten wird dominiert von einer Pflanzung aus diversen Rhododendron-Arten und -Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben, -größen, -zeitpunkten sowie Wuchshöhen und Blattgrößen. Zeitgleiche Blühpartner gesellen sich zu ihnen: Präriekerzen (Camassia leichtlinii), Federbuschstrauch (Fothergilla major) und wenige Hasenglöckchen (siehe letzten Beitrag).

Anfang Mai


Fothergilla und Rhododendron

Mitte Mai


Wunderbar reckt eine Berg-Waldrebe (Clematis montana var. rubens ‘Odorata’) ihre zahlreichen rosa Blüten der Sonne entgegen. Unbeabsichtigt schlang sie sich im letzten Jahr über den Rhododendron mit den dunkelvioletten Blüten und verströmt nun von da ihren süßen Vanilleduft. 










Nachdem im Herbst 2013 eine größere Scheinzypresse gefällt wurde, bekommt die Pflanzung mehr Licht und Wasser. Sie dankt es mit einem üppigen Flor. Ebenso prächtig blühend und duftend zeigt sich der benachbarte Blauregen an der Pergola zur Terrasse.








'Satan' blüht erst Ende Mai

Die Gruppe sommergrüner Azaleen im mittleren Gartenbereich muß nun auch mit mehr Sonne klarkommen. Der alte Pflaumenbaum hat das Zeitliche gesegnet. Krank und morsch nahmen Wind und Regen ihm zwei große Äste. Den Rest besorgte die Säge. Noch soll der Stamm einem Clematis als Rankhilfe dienen. Die Koreanische Tanne in der Geraniuminsel wurde auch im letzten Jahr von einem Pilz dahingerafft. Aber die verbliebene Schlangenhaut-Kiefer (Pinus leucodermis) und Nachbars Bäume geben noch ausreichend Halbschatten, bis nachgepflanzte Gehölze an Größe gewonnen haben.






Sonntag, 10. Mai 2015

Winnemond – Alles wächst


Trotz mangelnder Niederschläge sprießen die Pflanzen im Garten prächtig. Die alten Gartentulpen blühen immer noch, manche sogar bis Ende Mai. Die Hasenglöckchen haben sich über die Jahre kräftig vermehrt. Habe festgestellt, daß sogar zwei Arten im Garten vorhanden sind: Hyacinthoides hispanica (das Spansiche H. in hellblau mit hängenden Blütenständen) und H. non-scripta (das Atlantische H. mit kurzen aufrechten Blütenständen in hellblau, weiß und rosa).

 








 Dem Teichrand geben rosa blühende Bergenien Farbe. Ein gutes Paar geben die zeitgleich blühenden Präriekerzen (Camassia leichtlinii) und die Pontische Azalee (Rhododendron luteum) ab.










Der Steingarten erstrahlt jetzt in knalligen Farben. Felsen-Steinkraut (Alysium saxatile), Polster-Phlox (Phlox subulata) oder kleinwüchsige, sogenannte Japanische Azaleen leuchten um die Wette.










Im Bereich der Gehölze beeindrucken der Zierapfel Malus ‘Evereste’ mit seinem überschwänglichen Blütenreichtum und der Korea-Duft-Schneeball Viburnum carlesii mit seinem betörenden Duft.





Samstag, 25. April 2015

Ostermond - Ganz in blau...


… zeigt sich der Garten jetzt in weiten Teilen. Unzählige Traubenhyazinthen (Muscari armeniacum) und Massen von Blausternen (Scilla siberica) ziehen einen blauen Teppich unter Gehölzen und zwischen den austreibenden Stauden. Überall zeigen sie sich wie hier neben den bräunlichroten Austrieben des Fingerhut-Bartfadens (Penstemon digitalis).













Bevor in einem Monat die Azaleen alle Blicke auf sich ziehen werden, geben die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) und eine Magnolie dem Vorgarten einen zarten Frühlingscharme. Zwischen den Azaleenpflanzungen lunschen kleine Tuffs der Frühlingsanemone (Anemone blanda) hervor.




Leuchtende Farbe bringen jahrzehnte alte Gartentulpen hervor, wie hier an der hinteren Gartengrenze. Sie sind unverwüstlich und sehr vital. Mit anderen Tulpen hatten wir nie Glück.